Modul 08 - „Auftragsbezogenes Arbeiten“ des 7. Ausbildungsjahrgangs der Mosaikbauschule


"Kunst ist das große Stimulans des Lebens"

Hermann Nohl

Die im Modul Keramik entstandenen Wandmosaiken sind für ein Treppenhaus der katholischen Grundschule Ennepetal bestimmt.

Schulleitung, Lehrer und Schüler freuen sich auf die neuen Gestaltungselemente in ihrer Schule.

Die Student*innen des 7. Jahrgangs haben nun ein reales Abenteuer vor sich. Es ist der Ernstfall. Sie gestalten für Schüler vieler künftiger Generationen das schulische Umfeld.



Die auf Glasfaser Netz geklebten Mosaiken müssen nun auf die vorher grundierten Wände aufgebracht werden, ein Kleber muss mit einem speziellen Zahnspachtel fachgerecht aufgetragen werden und die einzelnen Stücke des Mosaiks müssen passgenau auf der jeweiligen Fläche eingepasst werden.

Das erfordert Teamwork, das ist präzise Aufmerksamkeit, hohe Konzentration und anspruchsvolles handwerkliches Lernen.

Am Abend sind schließlich alle Flächen an der Wand. Man schaut in zufriedene Gesichter, die Anspannung lässt nach.



Keine Furcht vor dem Verfugen!



Die Wandmosaiken sind nun im Treppenhaus der katholischen Grundschule Ennepetal verklebt/ eingebaut und werden nun verfugt.

Wieviel anschauliches "Denken" für eine solche handwerkliche Arbeit gebraucht wird, konnten die Student*innen beim Eingangsvortrag von Robert Kaller erleben.

Die große Anzahl von kreuz und quer verlaufenden Fugen im Mosaik, die spitzen Kanten , die organischen Formen an der Wand, die eine gestaltete Abschlussfuge benötigen, der relativ hohe Natursteinanteil etc. erfordern spezielle Arbeits- und Vorgehensweisen sowie Gestaltungsmerkmale beim speziell für diese komplexen Oberflächen- Zusammenhänge entwickelte Technik des "Konvex" Verfugens.

Alle Student*innen sind der Aufgabe, ihre eigene Mosaikfläche fachgerecht zu verfugen, nicht ausgewichen, sondern haben sich ihr erfolgreich gestellt.

Ohne Schmerz keine Erfahrungen und neuen Fähigkeiten, das Nadelöhr wurde erfolgreich von allen durchschritten.

Im kunsttheoretischen Teil haben wir uns mit Abschlussarbeiten der letzten Jahre und den Techniken künstlerischer Vorgehensweisen beschäftigt.



Die fertig eingebauten und verfugten Mosaiken werden teils noch an einigen Stellen geschliffen und dann anschließend mit Zementschleierentferner und klarem Wasser gereinigt.

Dies geschieht in gemeinschaftlicher Arbeit der Student*innen.

Nun strahlen alle Wandmosaiken im Treppenhaus der katholischen Grundschule in Ennepetal sauber um die Wette.



Anhand von aktuellen und vergangenen Auftragsbeispielen des Atelier Robert Kaller wurde das Thema "Auftragsbezogenes Arbeiten" im kunsttheoretischen Teil vertieft und in seinen verschiedenen Rahmenbedingungen erörtert.


Die Student*innen des 7. Jahrgangs der Mosaikbauschule Dortmund gehen zufrieden und voller Genugtuung über das selbst geschaffene Werk nach Hause.

Es wurde heute dem Leben übergeben.

Sie haben die Welt eindeutig verbessert!