10. Ausbildungsmodul ‚Auftragsbezogenes Arbeiten‘: Die Gestaltung eines Hospizes in Berlin.


Die Auftraggeberin, die aus Berlin angereist ist, gibt den Studenten eine beeindruckende, intensive Einführung in ihre Idee und Vision und stellt dabei den Bezug zu den künstlerischen Ideen des katalanischen Künstlers Antoni Gaudi her, von denen sie maßgeblich inspiriert wurde. Ihr Auftrag an die Studenten ist es - unter den genannten Gesichtspunkten einer künstlerischen Sterbebegleitung - künstlerisch-freie Mosaikgestaltungen für die Zimmerwände und Sanitäranlagen des Hospizes zu entwickeln, die einen Bezug zum Gebäude und dessen Anliegen erzeugen.

"Der Tod ordnet die Welt neu, scheinbar hat sich nichts verändert, und doch ist die Welt für uns ganz anders geworden, Erinnerungen erzählen von Liebe, von Nähe und all dem Glück, das wir durch einen geliebten Menschen erfahren durften. Erinnerungen gehen nicht ohne das Versprechen wiederzukehren, wenn unser Herz sie ruft. Du bist nicht mehr da, wo du warst, aber du bist überall, wo wir sind. Der Mensch wird nicht sterben, so lange ein anderer sein Bild im Herzen trägt. Jetzt bleibt uns nichts von dir als die Erinnerung an deine Augen, dein Lächeln, deine Hände in den Herzen der Menschen, die dich lieben, Die Blume geht zugrunde, aber der Same bleibt zurück und liegt vor uns, geheimnisvoll, wie die Ewigkeit des Lebens."

(Antoine de Saint-Exupéry)

Den Studenten erscheint dieser hohe künstlerische Anspruch angesichts der hiermit verbundenen Verantwortung zunächst fast unlösbar, aber nach einer spielerischen Zeichen- und Ideenfindungsphase stellen sie mutig der Auftraggeberin ihre jeweiligen Entwürfe vor. Diese ist sehr angetan und steigt begeistert inhaltlich ein. Nach einer intensiven gemeinsamen Korrekturrunde wird mit der konkreten Arbeit - dem Sammeln von Materialien, Skizzen und Erstellen von Entwurfszeichnungen - begonnen.

In 4tägiger Arbeit entstehen so sehr spezielle und anspruchsvolle Lösungen zum gestellten Thema, wobei jeder Student einen sehr unterschiedlichen Materialmix verwendet.

Die Dozenten des Moduls sind Robert Kaller (M.F.A.) und Sarah Rose (zertifizierte Mosaizistin).

Neben diversen inhaltlichen Erörterungen zu den Themen ‚künstlerisches Handeln‘, ‚pädagogisches Mosaik‘ und ‚Strategien zum auftragsbezogenem Arbeiten‘, stellt Robert Kaller das Projekt ‚Hospizgestaltung Berlin‘ und seine bisherigen Entwicklungsphasen als ein anschauliches Beispiel für auftragsbezogenes Arbeiten vor. Bei diesem Projekt wird sowohl bei der Innen- als auch Außen-Gestaltung des Gebäudes das Thema ‚Leben, Tod und Sterben‘ konsequent berücksichtigt, um der Aufgabenstellung künstlerisch-gestaltend gerecht zu werden.

Die Auftraggeberin nutzt die Gelegenheit ihres Besuchs auch, um die Mosaik-Kraniche für das Hospizdach und den Mosaikgestaltungen für die Außenfassade, die sie beim Atelier Robert Kaller in Auftrag gegeben hatte, abzuholen. Diese wurden in Zusammenarbeit nach Entwürfen von Robert Kaller (M.F.A.) gemeinsam mit Sarah Rose und Bettina Hüsken - beide Absolventen der Mosaikbauschule Dortmund – gestaltet und umgesetzt.

Nähere Informationen zum Projekt finden Sie auch unter:

Verbindung von Leben und Tod- Hospizgestaltung in Berlin

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