"Der kreative Prozess endet nicht mit einer Idee - er beginnt mit ihr!" (John Arnold)

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Unser Wochenend-Workshop für Laien und Könner - "Zauber des Natursteinmosaiks" unter der Anleitung von Robert Kaller (Master of Fine Arts) macht dies am vergangenen Wochenende einmal mehr deutlich.

Zunächst spielen die Teilnehmer mit Farben, Formen und Kompositionen und lernen dabei das Material und sich selbst besser kennen. Danach folgen erste Entscheidungen und es beginnt ein mühevolles und zugleich beglückendes Arbeiten und Ringen am künftigen Mosaik. Teils werden die Steine vollständig genutzt, teils gebrochen - die Wirkung wird erfahren, wahrgenommen und verfeinert. Die Gruppe nimmt am Gesamtprozess teil, hilft, kommentiert und leidet mit.

"Der künstlerische Prozess ist der Prozess, bei dem etwas Neues entsteht. Etwas, das man vorher noch nicht kannte, das auch als Vorstellung, als Idee noch nicht da war, sondern das sich überraschend ergibt. Man kann an diesem Prozess studieren, wie, von Menschen gemacht, etwas Neues in die Welt kommt, und er beinhaltet viele Hinweise auf die persönlichen Haltungen und Handlungen, die „Kreativität“ beschreiben. Vor allem aber beschreibt dieser Prozess, wie man in Ungewissheit und unter Unsicherheit handeln kann – nämlich indem man einen spielerischen Dialog mit den Gegebenheiten beginnt, ständig zwischen (tastender, probierender) Handlung und Wahrnehmung der Folgen dieses Handelns hin- und hergeht, die die Ausgangsbedingungen ständig verändern und neue Wahrnehmungen, neue Einsichten, neue Perspektiven eröffnen." (Brater 2010, 16)

Die Umsetzung eines Mosaikentwurfes im direkten Setzverfahren in den Beton gehört zum spannungsreichsten Moment der Mosaikgestaltung. Die Zeit ist durch das Abbinden des Zements begrenzt, der schöpferische Vorgang muss sich komprimiert wiederholen. Man spürt und sieht den Teilnehmern an, dass sie hier bis an ihre Grenzen gefordert sind. Um zu einem schönen Ergebnis zu gelangen, wird voller Einsatz gefordert - aber diese Forderung stellt sich nicht von außen, sondern von innen. Der Teilnehmer will sich ihr stellen, sie bewältigen und gelangt so im fertigen Bild zu einer Komposition, die er selbst geschaffen hat. Dieses Prinzip einer neuen Ganzheit, die aus einzelnen Teilen erschaffen wird, gilt für alle künstlerische Arbeit mit Mosaikgestaltungen.

Und wieder einmal sind wir begeistert von den entstandenen Werken!

MOSAIKBAUSCHULE

Kunst - Handwerk - Architektur- Pädagogik

 

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